Mit Robotweax SRT 0.2.5 rückt die Integration in bestehende Medienanwendungen in den Mittelpunkt. Unter dem Schwerpunkt „Ecosystem Support“ erweitert die veröffentlichte Version die dokumentierten und automatisiert geprüften Build-Profile für GStreamer, VLC und OBS Studio. Entwickler und Integratoren erhalten damit konkrete Wege, die unabhängige SRT-Implementierung in ihren eigenen Streaming-, Broadcast- und Medienworkflows zu evaluieren.
Version 0.2.5 wurde am 23. September 2026 veröffentlicht. Die Release-Seite enthält die SDK-Installer und dokumentiert die Prüfungen der Release-Artefakte.
Mehr Integrationsmöglichkeiten für bekannte Medienanwendungen
Die bereits vorhandene FFmpeg-Integration bildet einen Teil der Grundlage. Version 0.2.5 erweitert diesen Ansatz um weitere Anwendungen und beschreibt für jede Integration die verwendeten Quellstände, Build-Schritte und geprüften Einsatzfälle.
GStreamer: Die vorhandenen Elemente srtsrc und srtsink lassen sich mit Robotweax SRT verwenden, ohne das GStreamer-Plugin zu verändern. Das geprüfte Linux-Profil für GStreamer 1.28.7 umfasst Senden und Empfangen im Caller-/Listener-Betrieb, unverschlüsselte und AES-128-CTR-verschlüsselte Übertragung sowie Medien- und Wiederverbindungsprüfungen. So können Entwickler Robotweax SRT in vertrauten GStreamer-Pipelines untersuchen.
VLC: Ein dokumentierter Linux-Build auf Basis eines festgelegten Quellstands von VLC 3.0.24-rc1 ermöglicht die Evaluierung von SRT-Empfang und -Ausgabe. Die Prüfungen erfassen MPEG-TS mit MPEG-2-Video, einschließlich dekodierter Bilder und ausgehender Medien. Das Profil arbeitet ohne grafische Oberfläche und benötigt eine kleine, dokumentierte Anpassung einer Payload-Option. Audio und weitere Plattformen sind von diesem Nachweis nicht abgedeckt.
OBS Studio: Für OBS Studio 32.2.2 stehen geprüfte Modul- und Desktop-Build-Profile für Linux, Windows x64 und macOS auf Apple Silicon im Mittelpunkt. Sie verbinden die native SRT-Ausgabe und den FFmpeg-Medieneingang mit Robotweax SRT als ausgewählter Transportbibliothek. Die Desktop-Prüfungen umfassen verschlüsselte Übertragung in beide Richtungen und automatische Wiederverbindung. Die Build-Rezepte enthalten eine gezielte MPEG-TS-Lebenszykluskorrektur. Unter Windows nutzt das Profil das weiterhin experimentelle BCrypt-Backend; Linux und macOS verwenden OpenSSL.
Medien prüfen, Bibliotheksauswahl nachvollziehen
Ein erfolgreicher Verbindungsaufbau allein zeigt noch nicht, ob ein Medienworkflow funktioniert. Deshalb prüfen die Integrationsprofile auch übertragene beziehungsweise dekodierte Medien: Video sowie, in den dafür vorgesehenen Profilen, Audio. Hinzu kommen Prüfungen für Verschlüsselung, Verbindungsabbau und Wiederverbindung.
Die Rezepte überprüfen außerdem, ob die Anwendung tatsächlich die vorgesehene Robotweax-Bibliothek verwendet. Das erleichtert reproduzierbare Evaluationen in Umgebungen mit mehreren SRT-Installationen.
Gezielte Verbesserungen bei Übertragung und Diagnose
Version 0.2.5 korrigiert mehrere Randfälle im Transportverhalten. Dazu zählen verspätete Verlustmeldungen, die Auswahl nutzbarer UDP-Puffergrößen und die Verwaltung des Empfangsfensters. Optionale Linux-Senderdiagnostik hilft zudem, lokal aufgegebene Wiederholungen von tatsächlichem Verlust bei der Empfangsausgabe zu unterscheiden.
Für die getrennten Windows-SDK-Varianten mit OpenSSL und BCrypt wurde die Build-Pipeline um Signing und Signaturprüfungen erweitert. Die signierten SDK-Installer sind mit dem Release verfügbar; die Release-Seite dokumentiert die Build- und Signaturprüfungen.
Ein klar dokumentierter Evaluationsrahmen
Robotweax SRT bleibt eine unabhängig entwickelte Protokollbibliothek mit SDK und Integrationsrezepten. Die neuen Profile beziehen sich auf festgelegte Anwendungsversionen und Build-Konfigurationen; fertige Robotweax-Distributionen von OBS Studio oder VLC sind nicht Bestandteil des Releases.
Das öffentliche SRT-API-Ziel bleibt 1.5.7, die Shared-Library-ABI-Linie 0.2. Robotweax SRT befindet sich weiterhin vor Version 1.0. Die dokumentierten Tests ersetzen die Prüfung des eigenen Workflows unter den vorgesehenen Netzwerk- und Betriebsbedingungen nicht.
Jetzt die Integration vorbereiten: Die Release Notes zu 0.2.5 und die Integrationsmatrix beschreiben die Build-Profile, Voraussetzungen und Grenzen für die eigene Evaluation.

