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Robotweax SRT 0.2.9 verbessert Backup-Recovery und Pfadbeobachtung

Das Release ergänzt vier C-Abfragen, optionales Standby-RTT-Monitoring und gezielte Verbesserungen für Listener und Windows-SDKs

Technische Übersicht zu Robotweax SRT 0.2.9: Backup-Recovery, vier C-Abfragen und optionales Standby-RTT-Monitoring.

Robotweax SRT 0.2.9 ist veröffentlicht. Die Version verbessert die Wiederaufnahme ausgefallener Pfade in Backup-Gruppen und macht den Zustand von Gruppen, ausgewählten Sendepfaden und RTT-Messungen genauer beobachtbar. Hinzu kommen ein optionaler Messdienst für ungenutzte Backup-Pfade, gezielte Änderungen beim Verbindungsaufbau und überarbeitete Windows-SDK-Installer.

Robotweax SRT bleibt eine unabhängige Implementierung des etablierten Secure Reliable Transport. Version 0.2.9 bezeichnet das Robotweax-Projekt; die kompatible öffentliche SRT-API bleibt bei 1.5.7, die gemeinsame C-ABI-Linie bei 0.2.

Ausgefallene Backup-Pfade kontrollierter wiederaufnehmen

In einer Backup-Gruppe kann ein zuvor inaktiver Pfad nun wieder aktiv werden, nachdem die Gruppe ältere Daten bereits kumulativ bestätigt und abgeschlossen hat. Die Recovery berücksichtigt diesen gemeinsamen Fortschritt: bereits bestätigte Nutzdaten werden nicht erneut gesendet und beim Empfänger entsteht dadurch keine neue Sequenzlücke.

Wenn der bevorzugte Pfad zurückkehrt, wird eine inzwischen untergeordnete Recovery-Probe abgebrochen. Schlägt eine Probe fehl, kann der nächste geeignete Pfad geprüft werden. Auch die Bereinigung ausgefallener Gruppenmitglieder wurde überarbeitet; eine kurzzeitige Reservierung des nativen UDP-Kanals ist zeitlich und zahlenmäßig begrenzt. Die vorhandenen Regeln für Priorität und Stabilität bleiben bestehen. Eine neue automatische Wiederverbindung oder RTT-gesteuerte Pfadauswahl führt das Release nicht ein.

Vier neue C-Abfragen für den Zustand der Verbindung

Versionierte, lesende C-Abfragen ergänzen die bestehende API. Sie liefern vier unterschiedliche Perspektiven:

  • Pfadkennungen helfen, Gruppenpfade bei beidseitiger Aktivierung zwischen den beteiligten Endpunkten zuzuordnen. Diese Kennungen sind optional und dienen der lokalen Korrelation, nicht der Authentifizierung eines Pfades.
  • Normale RTT-Daten unterscheiden Messwert, Herkunft und lokales Alter von einer anfänglichen Schätzung.
  • Backup-Sendezustand zeigt, welcher Pfad auf Senderseite aktuell ausgewählt ist und zu welcher Generation diese Entscheidung gehört. Er beschreibt nicht automatisch, welcher Pfad beim Empfänger Nutzdaten liefert.
  • Standby-RTT-Ergebnisse zeigen Aushandlung, Messausgang, RTT-Wert, Alter und Aktualität des optionalen Monitorings.

Die vier Abfragen sind additive Erweiterungen. Bisherige öffentliche C-Exports und bestehende Strukturlayouts bleiben erhalten. Wer interne C++-Schnittstellen direkt verwendet, muss seine Anwendung mit passenden Headern und der Bibliothek neu bauen.

Standby-RTT ist eine Messung, keine Umschaltentscheidung

Das neue Standby-RTT-Monitoring misst auf Wunsch die Laufzeit ungenutzter Backup-Pfade. Es ist standardmäßig deaktiviert und erfordert eine beidseitige Aushandlung zwischen Robotweax-Endpunkten in einem unterstützten Backup-Live-Message-Profil mit TSBPD in beiden Richtungen. Eine nur einseitige oder nicht unterstützte Konfiguration wird abgelehnt.

Die Messungen beeinflussen weder die normale RTT-Schätzung noch DATA-Recovery, Überlaststeuerung oder die Auswahl des Backup-Sendepfads. Ein erfolgreicher Kontrollpaket-Rundlauf beweist auch nicht, dass ein Pfad Nutzdaten zuverlässig übertragen kann oder genügend Bandbreite bietet. Die zugehörigen Messpakete sind korreliert, aber nicht authentifiziert – auch dann nicht, wenn DATA verschlüsselt ist.

Verbindungsaufbau und Windows-SDKs

Beim Listener begrenzt 0.2.9 die Arbeit zur Übergabe eingehender Handshakes. Unter Linux ist die Übernahme passend konfigurierter nativer Sockets robuster; asynchrone Verbindungsablehnungen werden gedrosselt verarbeitet. Anwendungen brauchen weiterhin angemessene Wiederholungs- und Backoff-Regeln.

Die beiden Windows-SDK-Installer unterstützen nun Upgrades innerhalb desselben Krypto-Backends im bestehenden Installationsverzeichnis sowie die Reparatur derselben Version. Bei der Bereinigung veralteter Dateien schützt ein geprüftes Inventar nutzereigene Dateien. OpenSSL- und experimentelle BCrypt-Variante wurden unabhängig voneinander neu gebaut, signiert und als ausgelieferte Installer geprüft.

Dokumentation und Download

Der Umfang der unterstützten Funktionen bleibt an die dokumentierten Betriebsarten und Gegenstellen gebunden. Insbesondere ist Standby-RTT kein Nachweis für DATA-Pfadgesundheit; eine allgemeine Zusage für verlustfreie Wiederverbindung oder beliebige Netzwerke folgt aus diesem Release nicht.

Die Release-Seite zu Robotweax SRT 0.2.9 enthält die signierten Windows-SDKs und Prüfsummen. Technische Einzelheiten und Grenzen stehen in den Release Notes und in der Kompatibilitätsübersicht.